Sie stehen kurz vor einer osteopathischen Behandlung oder möchten sich über die Untersuchung Informieren? Dann werden Sie im folgenden Blogbeitrag fündig. Ich möchte Ihnen im Folgenden erklären, wie eine osteopathische Untersuchung oder auch Therapie abläuft.

Osteopathische Untersuchung
Bei einer osteopathischen Untersuchung wird grundsätzlich der ganze Patient untersucht und nicht nur eine Körperregion, in der Beschwerden bestehen. Zunächst untersucht der Osteopath die Gesamtkörperspannung des Patienten im Stehen, dies tut er, um festzustellen, in welcher Körperregion die größten Spannungen vorliegen. Anschließend wird nach einem standardisierten Programm der ganze Körper untersucht, insbesondere die Arme, Becken, Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule, der Brustkorb, die Bauchregion und der Schädel. Es erfolgen Untersuchungen im Stehen, Sitzen und Liegen. Aufgrund dieser Untersuchungen entsteht ein Gesamtbild, in welcher Körperregion welche Funktionsstörungen vorliegen. Die gesamte Untersuchung erfolgt mit den Händen des Arztes, dabei werden verschiedene Bewegungstests durchgeführt und die Spannungen der Gewebe mit den Fingerkuppen erspürt.
Osteopathische Therapie
Bei der osteopathischen Therapie legt der Arzt zuerst fest, mit welcher Körperregion und mit welcher Funktionsstörung er beginnt. Richtlinie ist dabei das Gewebe des Patienten und seine jeweilige momentane körperliche und seelische Verfassung. Das bedeutet, dass bei jeder Behandlung ein individuelles, auf den Patienten abgestimmtes Vorgehen notwendig ist. Es gibt in der Osteopathie keine schematischen Behandlungen, jeder Patient wird daher vor jeder Behandlung nach diesem Prinzip untersucht.
Behandlungsmethoden
Alle osteopathischen Behandlungsmethoden sind manuell, das heißt, es wird ausschließlich mit den Händen behandelt. Grundsätzlich gibt es in der Osteopathie drei große Behandlungsbereiche:
- Bewegungssystem (Partietales System):
Osteopathische Techniken, mit denen vor allem die Wirbelsäule, die Extremitäten und die Gelenke behandelt werden. Beispiele sind Manipulation, Muskelenergietechniken (MET) sowie Techniken, die sich mit Faszien beschäftigen, etwa Myofaszial, Functional, Counterstrain. - System der Behandlung innerer Organe (Viszerales System):
Bei den viszeralen Methoden wird der gesamte Brust- und Bauchraum mit den jeweiligen Eingeweiden mittels der Hände behandelt. - Craniosacrales System:
Beim craniosacralen System wird der Schädel mit den Hirnhäuten und Nerven behandelt und seine Beziehung zum Kreuzbein
Therapiedauer
Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten, in schwierigen Fällen auch länger. Nach der Grundbehandlung ist eine individuelle Ausrichtung notwendig. Im Regelfall kann mit drei Behandlungen im Abstand von ein bis drei Wochen eine gute Stabilisierung erreicht werden.
Fazit
Ich hoffe sehr ich konnte Ihnen ein wenig über die Vorgehensweisen eines Osteopathen informieren. Osteopathen arbeiten ausschließlich mit den Händen, Sie sollten also keine Probleme mit Berührungen haben. Außerdem ist die Osteopathie ein schöner Ausgleich zu „normaler“ Therapie bei Schmerzen. Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei einem bekannten Osteopaten in Berlin Mitte.